Osteopathie viszeral Praxis

Bedingt durch meinen „Erstberuf“ als Gynäkologin beschäftigt mich medizinisch und osteopathisch besonders das Thema Beckenboden. Als zweifachen Mutter habe ich die Auswirkung von zwei Geburten auf den Beckenboden am eigenen Leib erfahren. Deswegen liegt mir dieses Thema besonders am Herzen und ich möchte Frauen mit Funktionsstörungen des Beckenbodens qualifizierte Hilfe anbieten.

Der Beckenboden ist ein zentraler Bestandteil der Bauchwand, die unsere inneren Organe umschließt und hält. Und er ist vor allem der Bestandteil auf dem das meiste Gewicht lastet, der zugleich unsere Organe trägt, sich aber auch öffnen können muß, um Urin, Stuhl und bei Geburten das Kind durchzulassen. Um diese widersprüchlichen Funktionen zu erfüllen, ist ein äußerst komplexes Zusammenspiel aus Spannung und Entspannung von Muskeln und Faszien notwendig, gesteuert von bewußten und unbewußten Nerven. Ist dieses System falsch reguliert, kann es zu Mißempfindungen, Schmerzen und Kontinenzproblemen kommen. In vielen Fällen kann Osteopathie hier einen wertvollen Beitrag zur Regulation der Spannung in Becken und Bauchraum beitragen.

Ist jedoch die Beckenbodenmuskulatur zu schwach, oder kann schlecht kontrolliert werden, stehen physiotherapeutische Verfahren, wie z.B. Beckenbodentherapie nach Tanzberger im Vordergrund. Dies wird von spezialisierten Physiotherapeuten angeboten und dient dazu, die Muskulatur des Beckenbodens zu kräftigen und besser zu kontrollieren.

Kraniosakral Osteopathie Arzt


Nicht nur gesundheitliche Ereignisse oder Verletzungen hinterlassen Spuren in unserem Körper, sondern auch bedeutende Lebenserfahrungen prägen sich tief in unserem Körper ein, meist ohne daß wir uns dessen bewußt sind. So kann es im Verlauf einer osteopathischen Behandlung bei manchen Menschen dazu kommen, daß bei Berührung bestimmter Körperregionen starke Gefühle freigesetzt werden, z.B. Angst, Trauer oder Wut. Auch wenn dies erst sehr aufwühlend sein kann, setzt dies doch oft einen Heilungsprozess in Gang. Es ist sehr hilfreich, wenn dem Patienten im Lauf der Behandlung klar wird, woher diese Gefühle kommen und beginnt, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Hier berühren sich die Therapie des Körpers und die Therapie der Seele. Wie die östlichen Philosophien schon lange wissen und es auch heute bei uns zunehmend wahrgenommen wird, kann der Körper nicht gesund sein, ohne daß es der Seele gut geht, und umgekehrt. Das bedeutet, Körper und Seele müssen als untrennbare Einheit wahrgenommen und behandelt werden. Osteopathie ist eine Körpertherapie, die über den Körper auch die Seele erreicht. Daher kann die Osteopathie bei psychosomatischen Erkrankungen eine wertvolle Unterstützung sein, da der unbewußte Zugang über den Körper zur Seele für viele Patienten einfacher ist, als der Zugang über eine Psychotherapie.

Sollte sich im Laufe der Behandlung herausstellen, daß überwiegend seelische Probleme ursächlich für körperliche Beschwerden sind, werde ich das mit den betroffenen Patienten besprechen und passende Therapien empfehlen, z.B. eine psychosomatische Intervention. Die Psychosomatik ist ein medizinisches Fachgebiet, daß sich mit der Interaktion zwischen Seele und Körper und daraus resultierenden Gesundheitsstörungen beschäftigt.

Osteopathie Ebersberg Behandlung


Die Osteopathen gehen davon aus, daß die Gewebe des Körpers möglichst spannungsfrei sein sollten, damit alle lebenswichtigen Prozesse ungestört ablaufen können. Bei diesen Prozessen handelt es sich um die Mikroperfusion (Durchblutung in den kleinsten Gefäße), die das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Stoffwechselprodukte abtransportiert, den Lymphabfluss, die Kommunikation über Nerven und Botenstoffe (z.B. Hormone) und die Mobilität aller Strukturen zueinander. Dabei ist Bewegung das zentrale Thema. Fast alle Prozesse im Körper laufen wellenförmig ab, dazu ist Bewegung nötig: die Atmung; die Peristaltik im Darm; die Pulswelle, die sich über die Blutgefäße bis in die Kapillaren ausbreitet; die Übertragung der Nervensignale; die Ausschüttung von Hormonen und viele mehr.

Dabei ist das Bindegewebe von herausragender Bedeutung. Es bildet zugleich den stabilen „Rahmen“ unseres Körpers und gibt ihm seine Form und seinen Zusammenhalt, und ermöglicht überhaupt erst die Übertragung von Bewegungen von einer Struktur zur anderen. Das Bindegewebe ist also gleichzeitig für die Statik und die Dynamik unseres Körpers zuständig. Kein Wunder also, daß ein gut funktionierendes Bindegewebe so wichtig ist, damit alle Bewegungen in unserem Körper reibungslos und spannungsarm ablaufen können. Hier sind in erster Linie die winzigen Bewegungen gemeint, die bewirken, daß unsere Blutgefäße sich ausdehnen können, daß Faszien zueinander gleiten, daß Organe im Bauchraum mobil sind. Ist diese Mikrobeweglichkeit gestört, kann dies die Homöostase (das Gleichgewicht aller Prozesse) im Körper stören und zu gesundheitlichen Problemen führen.

Daß auch das Bindegewebe erkranken kann und damit zur Ursache zahlreicher gesundheitlicher Probleme werden kann, hat mittlerweile auch die Schulmedizin erkannt. Mittlerweile sind manuelle Therapieverfahren wie die Osteopathie auch von vielen Ärzten und Wissenschaftlern anerkannt. Dabei sind die Hände als geschultes und feinfühligstes unserer Werkzeuge das einzige diagnostische Mittel des Osteopathen. Durch sanftes Abtasten mit Ausüben von minimalen Druck oder Zug wird die Mikrobeweglichkeit im gesamten Körper überprüft. Findet der Osteopath dabei Bereiche, in denen diese Mobilität des Gewebes gestört ist, spricht man von einer osteopathischen Dysfunktion. Das ist nicht zu verwechseln mit einem schulmedizinischen Befund dieses Bereichs oder Organs. Hat z.B. die Leber eine osteopathische Dysfunktion, so bedeutet dies nicht, daß die Funktion des Organs gestört ist, sondern daß sich die Leber nicht frei zu ihrer Umgebung bewegen kann. Da sich die Leber aber bei jedem Atemzug mitbewegen können muß, können Mobilitätsstörungen der Leber zu ihrer Nachbarschaft eine erhebliche gesundheitliche Einschränkung hervorrufen.

Bei der osteopathischen Behandlung versucht die Osteopathin, solche Störungen der Mikrobeglichkeit in Zusammenarbeit mit dem Körper zu lösen. Dabei findet eine stetige Kommunikation zwischen den Händen des Therapeuten und dem Gewebe des Patienten statt. Ziel ist es dabei, alle benachbarten Strukturen und Organe so einzustellen, daß ein möglichst spannungsfreier Zustand erreicht wird, in dem die freie Mobilität im Gewebe wieder möglich ist.

Kraniosakral Osteopathie Arzt


Es gibt nicht „den“ Kopfschmerz, es gibt hunderte Arten von Kopfschmerz, und jeder Betroffene hat „seinen“ eigenen Kopfschmerz. Häufige Ursachen sind Verspannungen der Nackenmuskulatur, Probleme im Bereich des Kiefers, Funktionsstörungen der Schulter, Mobilitätsstörungen der Wirbelsäule… Die Liste könnte jedoch beliebig verlängert werden. Hier ist der ganzheitliche Ansatz der Osteopathie besonders wertvoll. Wie immer untersucht die Osteopathin nicht nur den betroffenen Bereich, also den Kopf, sondern erhebt einen osteopathischen Komplettbefund und behandelt dann die Regionen des Körpers, die von einer osteopathischen Einschränkung betroffen sind. Es ist immer wieder überraschend, daß eine Behandlung z.B. am Brustkorb oder Becken auch positive Auswirkungen auf die Intensität und Häufigkeit von Kopfschmerzen haben kann.

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Heilt Osteopathie Arthrose? Nein! Ist der Gelenkknorpel einmal verschmälert oder sogar verschwunden, dann kann ihn nichts wiederherstellen. Kann Osteopathie trotzdem bei Arthrose hilfreich sein? Ja! Besonders eine einseitige Arthrose eines Knie-, Hüft-, oder Schultergelenks liegt häufig an einer asymmetrischen Druckbelastung von Gelenkflächen durch chronische Fehlhaltungen. Solche Fehlhaltungen können durch eine frühere Verletzung erworben sein oder auch durch einseitige Belastung in Beruf oder Sport verursacht worden sein. Die Osteopathin wird versuchen, Asymmetrien aufzuspüren und Dysbalancen in den Faszien und Bändern auszugleichen. Ziel ist es, die Belastung des bestroffenen Gelenks zu reduzieren. Dadurch lässt sich die Arthrose zwar nicht rückgängig machen, die artrhosebedingten Schmerzen können aber häufig gebessert werden und das Fortschreiten der Arthrose gebremst werden.

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Egal ob Freizeitsportler oder Leistungssportler, jeder hat es schon mal mitgemacht: Zerrungen, Verstauchungen, Kapsel- oder Bänderrisse oder sogar Frakturen (Brüche). Im Akutstadium gilt hier die goldene PECH-Regel: Pause, Eis (=Kühlen), Compression, Hochlagern. Oft wird auch eine unfallchirurgische Abklärung und Behandlung nötig sein, machmal sogar eine Operation. Wie kann hier die Osteopathie von Nutzen sein? In der akuten Verletzungsphase ist Osteopathie meistens noch nicht sinnvoll, hier stehen physikalische und schulmedizinische Verfahren im Vordergrund. In der Rekonvaleszenz (Erholungsphase) und Rezidivprophylaxe (Schutz vor erneuten Verletzungen) kann eine osteopathische Behandlung aber einen wertvollen Beitrag leisten.

Durch Sportverletzungen wird häufig die Balance der Faszien und Bänder gestört, es können sich dauerhafte Spannungen und Fehlhaltungen aufbauen, die über lange Zeit zu Folgeproblemen führen können. Je früher diese Dysbalancen und Funktionsstörungen erkannt werden, desto leichter sind sie auch zu behandeln. Damit können Folgeschäden schon frühzeitig vermieden werden. Ein einfaches Beispiel: nach einem Bruch eines Fußwurzelknochens ist die Fraktur selbst zwar verheilt, aber durch das Trauma und die nachfolgende ungleiche Belastung beim Gehen haben sich unphysiologische Spannungen in den Faszien, Muskeln und Bändern aufgebaut, die sich nicht ohne weiteres von selbst wieder lösen. Nach vielen Jahren können dadurch Knieschmerzen, Hüftschmerzen oder Rückenschmerzen auftreten. Sogar Arthrose kann dadurch verursacht werden.

Es gibt aber auch zahlreiche Sportarten, die einseitige Belastungen der Gelenke hervorrufen und dadurch Probleme verursachen können. Ein bekanntes Beispiel sind Ellenbogenprobleme bei Tennisspielern und Golfern. Auch hier kann die Osteopathie zum Ausgleich von Faszien und Bändern beitragen.

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In unserer Gesellschaft gibt es leider viele Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden. Dazu gehören beispielweise neurologische Krankheit wie Multiple Sklerose, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mit zahlreichen Folgeschäden, Autoimmungerkrankungen wie Morbus Crohn und unzählige andere Erkrankungen, die das Leben einen Menschen dauerhaft prägen und seine Gesundheit belasten. Es wäre vermessen und falsch, zu behaupten, Osteopathie wäre hier für alles eine Lösung. Aber die Osteopathie kann durch die Stärkung der Selbstorganisation und Aktivierung der Selbstheilungskräfte das Befinden und die Lebensqualität der betroffenen Menschen verbessern und dies ist gerade bei chronischen Erkrankungen oft schon sehr viel wert. Wenn durch die Osteopathie eine Reduktion von Schüben oder eine bessere Symptomkontrolle erreicht werden kann, ist dies für das alltäglich Leben eines Betroffenen von großer Hilfe, auch wenn die Krankheit selbst nicht geheilt werden kann.

Ob sich die Osteopathie auch positiv auf den Verlauf einer chronischen Erkrankung auswirken kann, lässt sich wissenschaftlich aktuell nicht belegen, aber auch nicht ausschließen. Auch hier sind aus der Psycho-Neuro-Immunologie die engen Zusammenhänge und Regulationsmechanismen zwischen Seele, Gehirn und Immunsystem von großer Bedeutung und werden auch schulmedizinisch anerkannt.

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Selbstverständlich können sich auch Menschen mit Krebs in osteopathische Behandlung begeben und davon profitieren. Es gilt hier: die Osteopathin behandelt keine Krebs, die Osteopathin behandelt einen Menschen, der Krebs hat.

Nachdem es das Ziel der Osteopathie ist, den Gesundheitszustand insgesamt zu verbessern, gilt das natürlich auch für die Lebensqualität bei Krebspatienten. Nicht selten leiden onkologische Patienten unter den Folgen einer Operation und/oder Bestrahlung. Diese oft mit Schmerzen oder Lymphödem einhergehenden Funktionsstörungen durch Narbenbildung oder Gewebsveränderung können durch Osteopathie häufig gebessert werden. Ein direkter Effekt auf den Verlauf einer Krebserkrankung selbst konnte bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Mittlerweile ist aber aus dem relativ neuen Forschungsgebiet der Psycho-neuro-immunologie bekannt, daß Geist, Gehirn und Immunsystem eng miteinander verknüpft sind und sich in ihrer Funktion ständig gegenseitig beeinflussen und regulieren. So ist wissenschaftlich gesichert, daß sich eine gute seelische Verfassung und körperliche Aktivität positiv auf das Immunsystem eines Menschen auswirken und ihn widerstandsfähiger gegen Krankheiten und auch Krebs machen. Studien haben gezeigt, daß sich auf diesem Wege sogar die Rückfallrate bei Krebserkrankungen reduzieren lässt. Diesen Weg beschreitet mit dem sogenannten „Gesundheitstraining“ für Brustkrebspatientinnen auch das Brustzentrum Ebersberg in Kooperation mit der onkologischen Praxis Ebersberg von Dr. Gröll und Dr. Bumeder.

Als ehemals onkologisch tätige Frauenärztin ist es mit ein großes persönliches Anliegen, daß auch die Krebspatienten aus Ebersberg, Grafing und Umgebung von den positiven Effekten der Osteopathie profitieren können und möchte Ihnen dabei helfen, daß Leben ein Stück lebenswerter zu machen!

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Jeder, der schon mal ein Neugeborenes im Arm gehalten hat, spürt und weiß, wie weich und flexibel der Körper noch ist. Darum ist bei Babys die osteopathische Therapie häufig besonders schnell erfolgreich, weil der Körper sich sehr rasch neu organisieren und umstellen kann. Zugleich muß die Behandlung aber äußerst sanft und zurückhaltend erfolgen, damit der Organismus des Kindes nicht überfordert wird. Für einen Zuschauer ist bei der Behandlung daher oft kaum etwas zu sehen und zeigt doch oft verblüffende Erfolge. Aber nicht jedes Neugeborene muß nicht automatischem zum Osteopathen. Gute Gründe sind zum Beispiel eine erschwerte, lange Geburt mit Lageanomalie, z.B. Steißgeburten oder sogenannte „Sternengucker“. Auch Kinder nach operativen Entbindung wie Saugglocke, Zange oder Kaiserschnitt haben anfangs häufig Anpassungsstörungen, die durch Osteopathie meist positiv beeinflusst werden können. Ein weiterer häufiger Grund, ein Baby zum Osteopathen zu bringen, sind einseitige Haltungen des Körpers oder „Lieblingsseiten“ bei bestimmten Bewegungen, z.B. beim Drehen. Auch bei Verdauungsstörungen (Koliken) oder ständigem Schreien können durch Osteopathie Erfolge erzielt werden.

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Der positive Effekt der Osteopathie auf Neugeborene ist vielen Eltern mittlerweile bekannt. Aber auch die frischgebackene Mutter kann häufig von eine osteopathischen Behandlung profitieren. Nicht selten können Stillprobleme durch eine Kooperation von guter Hebammenbetreuung und osteopathischer Behandlung in den Griff bekommen werden. Manchmal müssen dazu aber Mutter und Kind behandelt werden, ein gemeinsamer Termin hierzu bietet sich an. Häufig leiden junge Mütter aber auch unter Problemen mit dem Steißbein oder Becken, dem Beckenboden oder einer Kaiserschnittnarbe. Auch hier ist die Osteopathie eine gute und praktisch nebenwirkungsfreie Möglichkeit der Behandlung. Nach schwierigen oder traumatischen Geburten kann Ihnen die Osteopathie helfen, das Geburtserlebnis zu verarbeiten und wieder ein gutes Körpergefühl zu entwickeln.