Beiträge

Osteopathie Ebersberg Behandlung


Die Osteopathen gehen davon aus, dass die Gewebe des Körpers möglichst spannungsfrei sein sollten, damit alle lebenswichtigen Prozesse ungestört ablaufen können. Bei diesen Prozessen handelt es sich um die Mikroperfusion (Durchblutung in den kleinsten Gefäße), die das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Stoffwechselprodukte abtransportiert, den Lymphabfluss, die Kommunikation über Nerven und Botenstoffe (z.B. Hormone) und die freie Beweglichkeit aller Strukturen zueinander. Dabei ist Bewegung das zentrale Thema. Fast alle Prozesse im Körper laufen wellenförmig ab. Dazu ist Bewegung nötig: die Atmung; die Peristaltik im Darm; die Pulswelle, die sich über die Blutgefäße bis in die Kapillaren ausbreitet; die Übertragung der Nervensignale; die Ausschüttung von Hormonen und viele mehr.

Dabei ist das Bindegewebe von herausragender Bedeutung. Es bildet zugleich den stabilen „Rahmen“ unseres Körpers und gibt ihm Form und Zusammenhalt, und ermöglicht überhaupt erst die Kraftübertragung von einer Struktur zur anderen. Das Bindegewebe ist also gleichzeitig für die Statik (Haltefunktion) und die Dynamik (Beweglichkeit) unseres Körpers zuständig. Kein Wunder also, dass ein gut funktionierendes Bindegewebe so wichtig ist, damit alle Bewegungen in unserem Körper reibungslos und spannungsarm ablaufen können. Hier sind nicht nur die großen Bewegungen von Muskeln und Gelenken gemeint, sondern besonders die winzigen Bewegungen, die bewirken, daß unsere Blutgefäße sich ausdehnen können, dass Faszien frei gleiten, dass Organe im Bauchraum mobil sind. Ist diese Mikrobeweglichkeit gestört, kann dies die Homöostase (das Gleichgewicht aller Prozesse) im Körper stören und zu gesundheitlichen Problemen führen.

Dass auch das Bindegewebe erkranken kann und damit zur Ursache zahlreicher gesundheitlicher Probleme werden kann, hat mittlerweile auch die Schulmedizin erkannt. Mittlerweile sind manuelle Therapieverfahren wie die Osteopathie auch von vielen Ärzten und Wissenschaftlern anerkannt. Dabei sind die Hände als geschultes und feinfühligstes unserer Werkzeuge das einzige diagnostische Mittel des Osteopathen. Durch sanftes Abtasten mit Ausüben von minimalen Druck oder Zug wird die Mikrobeweglichkeit im gesamten Körper überprüft. Findet der Osteopath dabei Bereiche, in denen diese Mobilität des Gewebes gestört ist, spricht man von einer osteopathischen Störung. Dies ist nicht zu verwechseln mit einem schulmedizinischen Befund dieses Bereichs oder Organs. Hat z.B. die Leber eine osteopathische Dysfunktion, so bedeutet dies nicht, daß die Funktion des Organs gestört ist, sondern dass sich die Leber nicht frei zu ihrer Umgebung bewegen kann. Da sich die Leber aber bei jedem Atemzug mitbewegen muß, können Mobilitätsstörungen der Leber zu ihrer Nachbarschaft eine erhebliche gesundheitliche Einschränkung hervorrufen.

Bei der osteopathischen Behandlung versucht die Osteopathin, solche Störungen der Mikrobeweglichkeit in Zusammenarbeit mit dem Körper zu lösen. Dabei findet eine stetige Kommunikation zwischen den Händen des Therapeuten und dem Gewebe des Patienten statt. Ziel ist es, alle benachbarten Strukturen und Organe so einzustellen, dass ein möglichst spannungsfreier Zustand erreicht wird, in dem die freie Mobilität im Gewebe wieder möglich ist.

Osteopathie viszeral Praxis

Das Thema Beckenboden ist mit viel Scham und Stillschweigen behaftet, dabei haben unglaublich viele Frauen,aber auch Männer, Probleme in diesem intimen Bereich. Oft trauen sich die Betroffenen nicht, dieses Thema beim Arzt anzusprechen, oder sie werden mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen. Dabei ist ein ausgeglichener und funktionsfähiger Beckenboden essentiell wichtig für die Stabilität des Rückens, für die Funktion der Unterleibsorgane und die Ausscheidung und nicht zuletzt für eine erfüllte Sexualität.

Als Frau, Mutter, Frauenärztin und Osteopathin kenne ich den Beckenboden aus (fast) allen Perspektiven. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sich der Beckenboden nach zwei Geburten verändert und wie belastend dies sein kann. Ich habe als Frauenärztin langjährige Erfahrung in der schulmedizinischen konservativen und operativen Behandlung von Beckenbodenerkrankungen. Und nun kann ich dieses Wissen ergänzen durch die äußerst wertvollen osteopathischen Behandlungsprinzipien.

Der Beckenboden ist ein zentraler Bestandteil der Bauchwand, die unsere inneren Organe umschließt und hält. Und er ist vor allem der Bestandteil auf dem das meiste Gewicht lastet, der unsere Organe trägt. Zugleich muss der Beckenboden sich aber entspannen können, um die Öffnung bei der Ausscheidung, bei der Sexualität und bei der Geburt zu gewährleisten. Um diese widersprüchlichen Funktionen zu erfüllen, ist ein äußerst komplexes Zusammenspiel aus Spannung und Entspannung von Muskeln und Faszien notwendig. Ist dieses System falsch reguliert, kann es zu Missempfindungen, Schmerzen und Kontinenzproblemen kommen. Beispiele für mögliche Störungen: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Vaginismus, Dyspareunie), Inkontinenz, chronische Unterbauchschmerzen, Periodenschmerzen, Verstopfung. In vielen Fällen kann die Osteopathie hier einen wertvollen Beitrag zur besseren Regulation der Spannung in Becken und Bauchraum beitragen.

Ist jedoch die Beckenbodenmuskulatur zu schwach, oder kann schlecht kontrolliert werden, stehen physiotherapeutische Verfahren, wie z.B. Beckenbodentherapie nach Tanzberger im Vordergrund. Dies wird von spezialisierten Physiotherapeuten angeboten und dient dazu, die Muskulatur des Beckenbodens zu kräftigen und besser zu kontrollieren.

Osteopathie Praxis Parietal


Heilt Osteopathie Arthrose? Nein! Ist der Gelenkknorpel einmal verschmälert oder sogar verschwunden, dann kann ihn nichts wiederherstellen. Kann Osteopathie trotzdem bei Arthrose hilfreich sein? Ja! Besonders eine einseitige Arthrose eines Knie-, Hüft-, oder Schultergelenks liegt häufig an einer asymmetrischen Druckbelastung von Gelenkflächen durch chronische Fehlhaltungen. Die Schonhaltung und Schutzspannung, mit der der Körper auf arthrosebedingte Schmerzen reagiert., können wiederum selbst zur Ursache von Schmerzen werden. Die Osteopathin wird versuchen, Asymmetrien aufzuspüren und Dysbalancen in den Faszien und Bändern auszugleichen. Ziel ist es, die Belastung des betroffenen Gelenks zu reduzieren und die erhöhte Spannung in umliegenden Faszien und Muskeln zu reduzieren. Dadurch lässt sich die Arthrose zwar nicht rückgängig machen, die arthrosebedingten Schmerzen können aber häufig gebessert werden und das Fortschreiten der Arthrose gebremst werden.

Osteopathie Praxis Parietal


Egal ob Freizeitsportler oder Leistungssportler, jeder hat es schon mal mitgemacht: Zerrungen, Verstauchungen, Kapsel- oder Bänderrisse oder sogar Frakturen (Brüche). Im Akutstadium gilt hier die goldene PECH-Regel: Pause, Eis (=Kühlen), Compression, Hochlagern. Oft wird auch eine unfallchirurgische Abklärung und Behandlung nötig sein, manchmal sogar eine Operation. Wie kann hier die Osteopathie von Nutzen sein? In der akuten Verletzungsphase ist Osteopathie ebenfalls möglich, hier stehen jedoch physikalische und schulmedizinische Verfahren im Vordergrund. In der Rekonvaleszenz (Erholungsphase) und Rezidivprophylaxe (Schutz vor erneuten Verletzungen) kann die osteopathische Behandlung einen besonders wertvollen Beitrag leisten.

Durch Sportverletzungen wird häufig die Balance der Faszien und Bänder gestört, es können sich dauerhafte Spannungen und Fehlhaltungen aufbauen, die über lange Zeit zu Folgeproblemen führen können. Je früher diese Dysbalancen und Funktionsstörungen erkannt werden, desto leichter sind sie auch zu behandeln. Damit können Folgeschäden schon frühzeitig vermieden werden. Ein einfaches Beispiel: nach einem Bruch eines Fußwurzelknochens ist die Fraktur selbst zwar verheilt, aber durch das Trauma und die nachfolgende ungleiche Belastung beim Gehen haben sich unphysiologische Spannungen in den Faszien, Muskeln und Bändern aufgebaut, die sich nicht ohne weiteres von selbst wieder lösen. Nach vielen Jahren können dadurch Knieschmerzen, Hüftschmerzen oder Rückenschmerzen auftreten. Sogar Arthrose kann dadurch verursacht werden.

Viele Sportler nutzen die Osteopathie auch regelmäßig, um Haltungsstörungen und Asymmetrien möglichst frühzeitig zu erkennen und behandeln zu lassen. Damit bleibt die Leistungsfähigkeit und schmerzfreie Freude am Sport erhalten. Verletzungen lassen sich vorbeugen.