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Osteopathie Ebersberg Behandlung


Osteopathie mit 1,5m Abstand? Natürlich unmöglich! Ohne engen körperlichen Kontakt ist eine osteopathische Behandlung nicht durchführbar. Trotzdem ist die Osteopathie unter bestimmten Sicherheitsvorkehrung mit geringem Restrisiko möglich. Bitte lesen und beachten Sie zu Ihrer und meiner Sicherheit die folgenden Hinweise:

Sowohl Patient*in als auch Therapeutin sind verpflichtet, in den Praxisräumen eine FFP2-Maske zu tragen. Die Therapeutin ist bereits 3fach geimpft und testet sich zusätzlich zweimal wöchentlich selbst.

Grundsätzlich dürfen medizinisch notwendige Therapien auch ohne 3G-Nachweis wahrgenommen werden. Ich befürworte die Impfung aber ausdrücklich und bitte Sie, sich selbst, mich und andere Patient*innen zu schützen. Sollten Sie sich aus individuellen Gründen bisher noch nicht für eine Impfung entschieden haben, ist ein Schnelltest vor Betreten der Praxisräume ausdrücklich empfohlen. Wenn Sie eine Beratung zur Impfung wünschen, stehe ich als Ärztin dafür gerne zur Verfügung.

Selbstverständlich werden alle relevanten Kontaktflächen in der Praxis täglich desinfiziert. Die Auflagen der Behandlungsliegen werden (wie bereits vor Corona) nach jedem Besucher gewechselt und gewaschen. Decken dürfen ebenfalls nur einmalig verwendet werden. Daher bitten wir Sie, eine eigene Decke von zuhause mitzubringen, um die Wäschemenge aus ökologischen Gründen möglichst gering zu halten. Danke dafür!

Sorgfältige Handhygiene nach jeder Behandlung ist selbstverständlich. Zwischen den Behandlungen wird der Therapieraum für 5 – 10min gründlich durchgelüftet. Im Winter kann es daher zu Beginn etwas frisch sein, also Decke bitte nicht vergessen.

Bei Erkältungssymptomen oder Quarantäne sagen Sie Ihren Termin bitte unbedingt ab, selbstverständlich erheben wir dann keine Stornogebühr.

Osteopathie Ebersberg Behandlung


Die Osteopathen gehen davon aus, dass die Gewebe des Körpers möglichst spannungsfrei sein sollten, damit alle lebenswichtigen Prozesse ungestört ablaufen können. Bei diesen Prozessen handelt es sich um die Mikroperfusion (Durchblutung in den kleinsten Gefäße), die das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Stoffwechselprodukte abtransportiert, den Lymphabfluss, die Kommunikation über Nerven und Botenstoffe (z.B. Hormone) und die freie Beweglichkeit aller Strukturen zueinander. Dabei ist Bewegung das zentrale Thema. Fast alle Prozesse im Körper laufen wellenförmig ab. Dazu ist Bewegung nötig: die Atmung; die Peristaltik im Darm; die Pulswelle, die sich über die Blutgefäße bis in die Kapillaren ausbreitet; die Übertragung der Nervensignale; die Ausschüttung von Hormonen und viele mehr.

Dabei ist das Bindegewebe von herausragender Bedeutung. Es bildet zugleich den stabilen „Rahmen“ unseres Körpers und gibt ihm Form und Zusammenhalt, und ermöglicht überhaupt erst die Kraftübertragung von einer Struktur zur anderen. Das Bindegewebe ist also gleichzeitig für die Statik (Haltefunktion) und die Dynamik (Beweglichkeit) unseres Körpers zuständig. Kein Wunder also, dass ein gut funktionierendes Bindegewebe so wichtig ist, damit alle Bewegungen in unserem Körper reibungslos und spannungsarm ablaufen können. Hier sind nicht nur die großen Bewegungen von Muskeln und Gelenken gemeint, sondern besonders die winzigen Bewegungen, die bewirken, daß unsere Blutgefäße sich ausdehnen können, dass Faszien frei gleiten, dass Organe im Bauchraum mobil sind. Ist diese Mikrobeweglichkeit gestört, kann dies die Homöostase (das Gleichgewicht aller Prozesse) im Körper stören und zu gesundheitlichen Problemen führen.

Dass auch das Bindegewebe erkranken kann und damit zur Ursache zahlreicher gesundheitlicher Probleme werden kann, hat mittlerweile auch die Schulmedizin erkannt. Mittlerweile sind manuelle Therapieverfahren wie die Osteopathie auch von vielen Ärzten und Wissenschaftlern anerkannt. Dabei sind die Hände als geschultes und feinfühligstes unserer Werkzeuge das einzige diagnostische Mittel des Osteopathen. Durch sanftes Abtasten mit Ausüben von minimalen Druck oder Zug wird die Mikrobeweglichkeit im gesamten Körper überprüft. Findet der Osteopath dabei Bereiche, in denen diese Mobilität des Gewebes gestört ist, spricht man von einer osteopathischen Störung. Dies ist nicht zu verwechseln mit einem schulmedizinischen Befund dieses Bereichs oder Organs. Hat z.B. die Leber eine osteopathische Dysfunktion, so bedeutet dies nicht, daß die Funktion des Organs gestört ist, sondern dass sich die Leber nicht frei zu ihrer Umgebung bewegen kann. Da sich die Leber aber bei jedem Atemzug mitbewegen muß, können Mobilitätsstörungen der Leber zu ihrer Nachbarschaft eine erhebliche gesundheitliche Einschränkung hervorrufen.

Bei der osteopathischen Behandlung versucht die Osteopathin, solche Störungen der Mikrobeweglichkeit in Zusammenarbeit mit dem Körper zu lösen. Dabei findet eine stetige Kommunikation zwischen den Händen des Therapeuten und dem Gewebe des Patienten statt. Ziel ist es, alle benachbarten Strukturen und Organe so einzustellen, dass ein möglichst spannungsfreier Zustand erreicht wird, in dem die freie Mobilität im Gewebe wieder möglich ist.